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Verfassungsschutzbericht 2007


„Wirtschaftsspionage bedroht niedersächsische Unternehmen“

(Hannover, 15.05.2008, WM).
Wirtschaftsspionage ist auch für niedersächsische Unternehmen eine steigende Bedrohung. Darauf wies am Donnerstag der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (VSW) Niedersachsen in Hannover hin. Zuvor hatte Bundesinnenminster Wolfgang Schäuble bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 über immer drastischere Fälle von Wirtschaftsspionage in Deutschland berichtet. „Die wirtschaftlich – wissenschaftlichen Strukturen in Niedersachsen weisen eine hohe Dichte an innovativen mittelständischen Firmen und Forschungseinrichtungen auf“, erläuterte hierzu VSW Geschäftsführer Wieland Mundt. „Niedersachsen ist eine der forschungsintensivsten Regionen Europas und bietet daher besonders attraktive Ansatzpunkte für Wirtschaftsspionage“.

Das Ausforschungsinteresse beschränke sich dabei keineswegs auf die Beschaffung fertiger Endprodukte, so Mundt weiter. Wirtschaftsspionage werde gegen den gesamten Entstehungs- und Vermarktungszyklus eines Wirtschaftsguts betrieben: Von der Idee über die Forschung und Entwicklung bis hin zu Herstellung und Vermarktung. Ziel von Wirtschaftsspionage könnten zum Beispiel Betriebsgeheimnisse wie Forschungsergebnisse, Entwicklungsstrategien oder Designstudien sein. Aber auch Geschäftsgeheimnisse wie Fusionsvorhaben, Wettbewerbsstrategien oder Kundendaten seien häufig im Visier von Wirtschaftsspionen.

Im Übrigen dürfe die Tatsache, dass Angriffe aus dem Internet aktuell die gefährlichste Bedrohung seien, nicht über etwas anderes hinweg täuschen: Gerade im Bereich der nachrichtendienstlich gesteuerten Wirtschaftsspionage würden menschliche Quellen trotz aller technischen Möglichkeiten auch weiterhin als unverzichtbar angesehen. Ihr besonderer Wert bestehe darin, dass sie nicht nur kontinuierlich in einem ausspionierten Unternehmen agierten, sondern zugleich auch zum Beispiel beschaffte Informationen fachlich bewerten könnten. „Besonders eingeschleuste oder angeworbene Innentäter stellen aufgrund ihrer Zugangsmöglichkeiten und der Kenntnis innerbetrieblicher Schwachstellen nach wie vor eine der größten Gefahren für die Sicherheitsinteressen eines Unternehmens dar“, betonte Mundt abschließend.

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